Mittwoch, 10. Februar 2016

Katabolismus


Ein  neues Wort das ich im Zusammenhang mit den Krafttraining gelernt habe. Eins von (zu) vielen.

Katabolismus beschreibt alle Vorgänge, die für den Abbau von Muskelmasse verantwortlich sind. Und das wollen wir ja nicht. Aber schön langsam der Reihe nach…   

Ich trainiere mehr oder minder freiwillig den Winter durch im Gym. Da mir dies ja bekanntlich höchst zuwider ist, habe ich nach einer Lösung gesucht die die in Gym verschwendete Zeit auf ein erträgliches Minimum reduziert. Ich habe mich von der Werbung blenden lassen und ein Studio ausgesucht welches das Zirkeltraining eines Herrn Milon im Angebot hat. Seine fantastische Erkenntnis von exzentrischer und erhöhter konzentrischer Belastung kommen meinem egozentrischem ICH doch sehr entgegen. Alles weitere hier, den dies zu erklären lässt meine Schreiblaune im nu verschwinden:


Nun gut, ich quäle mich also mit dieser Trainingsart und ergänze sie mit 3-4 zusätzlichen Übungen an den klassischen Foltergeräte. Von Natur aus neugierig, wollte ich natürlich wissen wie man die Foltermaschinen auch optimal nützt. So Milonmässig eben. Instruiert wurde ich mit der Standard-Aussage: 2 Durchgänge à 15 Wiederholungen. Aber macht das auch Sinn? Wenn Herr Milon 2 Durchgänge am Zirkel mit je einer Minute Belastungszeit bis zur Muskelerschöpfung propagiert dann müsste das doch plusminus auch für die konventionellen Apparate gelten? Mal recherchieren… Schlechte Idee, denn Theorien dazu gibt es nicht wie Sand am Meer, sondern wie Staub im Kosmos. Lustige, weniger lustige, dumme, lachkrampfauslösende, unverständliche etc etc. Also so komme ich nicht weiter. Was machen denn die anderen im Studio? Nee, um Himmels Willen. Das kann nicht gesund sein. Ok, beschränken wir doch mal die Suche im allmächtigem Netz auf Seiten aus der Schweiz. Mhm. Überschaubar. Nach gründlicher und gewissenhafter Recherche bin ich zu folgender glorreichen Erkenntnis gelangt: 

Ein effektives Ganzkörpertraining geht maximal 45 Minuten. Es sei denn Du gehörst zu der Spezis an, die nach jeder Übung am Handy fummelst und dann noch ein Selfie vor dem Spiegel machst und gleich postest. Dann musst Du gut und gerne mit 3 Stunden Aufenthalt im Studio rechnen. 

3x in der Woche ist für uns Durchschnittsmuskelprotze mehr als genug. Ausser Du hast keine Familie, Freunde, sonstige reale soziale Netzwerke. Dann kannst Du auch gleich in der Garderobe übernachten. 

Der Muskel wird maximal 120 Sekunden belastet. Wie das geschieht ist piepeschnuzzegal. Am besten nie 2x hintereinander gleich machen, um den Köper nicht daran zu gewöhnen. Somit könnte ich theoretisch 1 Klimmzug in 2 Minuten machen oder auch 20. Du musst an dieser Stelle nicht schmunzeln. Ich schaffe 20 Klimmzüge. Im nächsten Leben J  

Der Grundsatz „viel Belastung wenig Wiederholungen“ für Kraft- und Muskelaufbau und „wenig Belastung viel Wiederholungen“ für Kraftausdauer scheint zu stimmen. 

Somit trainiere ich nach diesen Erkenntnissen und überlebe die Zeit im Gym mehr oder weniger schadlos. Da das Wort „Effizienz“ in unserem Zeitalter nicht mehr wegzudenken ist, wollte ich natürlich auch wissen ob ich irgendwie schummeln kann um schnellere Resultate zu erzielen. Oh weh, wieder eine schlechte Idee… Hab ich vorher irgend einen Satz mit „Staub im Kosmos“ geschrieben? Multipliziere diese Aussage mit dem unermesslichen und Du hast die Theorien zu den Nahrungsmittelergänzungen. Nun ja, ich gestehe dass das Wort Katabolismus mich fasziniert hat und ich mich in der Materie mal eingelesen habe. Ob die Theorie stimmt oder es alles schwarze Magie ist, weiss ich nicht. Aber es hilft den Firmen die dieses Zeugs verkaufen enorm um eine spezielle Proteinart zu verkaufen, das Casein. Und ja, ich hab mir so eine Dose gekauft. Ich wollte 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen. Mahlzeitenersatz und die fantastische Wirkung des Casein über Nacht zu Nutze machen. Die Konklusion des ganzen? Mein Vokabular hat mächtig zugenommen, unter anderem eben auch mit dem fabulösem Wort Katabolismus. Schon allein die Phonetik klingt verführerisch. Abgenommen hat jedoch der Bestand in der Geldbörse. Billig ist dieses Zeugs nicht…

Mittwoch, 20. Januar 2016

Brrrrrrrrrrrr...


Happy new year!

Und, by the way: Kaaaaaaaaalt! Läck! Arschkalt!

Wo ist der schöne Winter hin? Ich war doch noch eben am Trailsufen bei angenehmen Temperaturen. Und heute morgen hole ich mir fast einen Chuenagel. Pfui… Es ist definitiv Kappenwetter angesagt. Morgens wenn ich zur gewohnten Zeit Richtung Arbeit pedaliere sind es gefühlte -72°. Meine Schmerzgrenze liegt bei...-5° Darunter, oder bei Eis und Regen, nehme ich widerwillig den Bus. Die Fahrt dauert zwar nur 12 Minuten, die sind aber die furchtbarsten Minuten des Tages. In einem Bus eingepfercht zu sein, wo 50 Personen auf wenige Quadratmeter Trilliarden von Keime auspusten ist ein Graus. Ganz zu schweigen von der allmorgendlichen Unterhaltung. Es ist immer wieder erstaunlich, was Personen sich am Folgetag zu sagen haben. Ich meine hallo? Ihr wart allerhöchstens 24 Stunden von der letzten gemeinsamen Busfahrt getrennt und ihr labert als gäbe es kein Morgen mehr? Unverständlich. Darum ziehe ich es vor, so lange wie möglich mit dem Liseli zur Arbeit zu gehen. Und wenn’s wirklich nicht möglich ist, dann halt eben Busfahren. Aber nur mit Kopfhörer und harter Rockmusik bewaffnet… A propos Liseli. Nach Jahren treuen Dienstes durfte Liseli in Pension gehen. Liseli ist übrigens das orange Ding das auf den ersten Posts dieses schlecht gepflegten Blog erwähnt wird. Ein Dasein im Keller beim zählen der Kieselsteine blieb ihr erspart. Mit dem Nachfolger bin ich soweit zufrieden, und so strample ich auch weiterhin zur Arbeit.

Aber nun zu den News:

  •  Programm 2016 steht (später mehr)
  •  Training schreitet voran (und wie)
  •  Bikes sind bereit (im Keller)

Ehm ja, das war es schon...  Auch dieses Jahr werde ich versuchen, ein bisserl mehr zu schreiben, ein bisserl weniger zu essen und ein bisserl mehr zu biken. In diesem Sinne,
Ride on and rock’n’roll!

Donnerstag, 18. Juni 2015

Kurztrip



Mal im Ernst, was gibt es besseres / schöneres als einen Kurztrip am Meer zu verbringen? Na klar, Meer UND biken. Der belesene Besucher dieser Seite wird gleich verstanden haben was ich hier zu berichten kund tue. Richtig, aus der Vorfreude ist Freude geworden und ich war in Finale Ligure.



Man kann über diesen MTB Spot sagen was man will. Kommerziell ausgebeutet? Mag sein. Lausige Beschilderung? Gehört dazu. Touristenfallen und schlechtes essen? Tja, ich weiss halt eben wo das nicht der Fall ist.



Wir waren 4 volle Tage vor Ort und ich kann die Vorurteile beim besten Willen nicht bestätigen. Lag vielleicht daran dass die Wetteraussichten nicht die besten waren und ich somit ein paar wenigen Biker begegnet bin, oder auch dass wir unter der Woche anwesend waren. Auf jeden Fall heisst es für mich so wie es Paulchen am Ende seiner Sendung zu pflegen sagte. Heute ist nicht alle Tage, ich komm wieder keine Frage.



Unsere Basis hatten wir im Lido Resort. Empfehlenswert. Gegessen haben wir im GNABBRI hinter der Kirche, in der antica societa‘ in Borgio Verezzi und in einem eher nüchtern eingerichtetem Lokal an der via del santuario Ecke via delle mimose. Jedes Lokal super. Ich habe mich ausschliesslich von frischem Fisch ernährt. Wolfsbarsch, Polpo und Schwertfisch. Richtig gesund :-) Einen Tag haben wir in einem Einkaufszentrum verbracht und uns der Kaufwut richtig ausgeliefert. War eh schlechtes Wetter und somit war ich nicht abgeneigt, den Tag gemütlich ohne lästige Witterungseinflüsse zu verbringen. Zu den Touren kann ich auch nur Gutes berichten. Die Wege werden von den Spatzen sauber gehalten (C.I.P.S.) und es hat für jeden Biker etwas dabei.


Ich bevorzuge die Trails in und um die Manie. Aber einmal, finde ich, muss man als Tourenfahrer auch den sentiero H runterdüsen. Dieser startet bei der verlassenen Natobasis beim Heli-Landeplatz, daher auch der Name. Ist ein klassischer Freeride Trail mit ein paar wenigen flowigen Passagen. Der lehmige Untergrund ist aber bei Nässe nicht so toll zu fahren… Wer den Aufstieg selber bewältigen will, dem empfehle ich die Teerstrasse zu benützen… Ich habe, da ich ja ein cooler Biber bin, die harte Variante gewählt und bin auf waldigem Untergrund hochgetrampelt. Wäre ja bei trockenen Verhältnissen kein Problem gewesen, aber wenn’s richtig schwül und feucht ist… Bläääääääh. Für die 1000 Hm am Stück habe ich gute 3 Stunden gebraucht. Was für ein Chnorz. Die Trail der Manie hingegen sind schon mehr nach meinem Gusto. Ich mag es eben wenn ich biken und dabei auf das Meer blicken kann. Als Vorbereitung für den Neuling empfehle ich diese Seite: http://www.bikehotelsfinaleligure.it Hier findest der Leser praktisch alles was er für ein gelungenes Erlebnis in Finale Ligure braucht. Himmel was für ein Satz. Eigentlich müsste ich dafür fürstlich entlöhnt werden. Ich frag doch das nächste Mal gleich bei der Gemeinde an…










Mittwoch, 10. Juni 2015

Der Biber


Sodele, da bin ich mal wieder… 

Es sind genau 2 Monate nach dem letzten Blogeintrag vergangen. Die Erkenntnisse sind folgende: 

1. Ich bin ein cooler Biber

2. Ich bin ein fitter Biber

3. Ich bin ein technisch gut fahrender Biber 

Die Generalprobe war an Pfingsten. An diesen Tagen würde sich entscheiden, ob mein Strategiewechsel der Trainingsmethoden aufgehen würde oder ich, mal wieder, brutal am Berg leiden müsste. Dieses Jahr kein Grundlagentraining, sondern 2-3 Ausfahrten à mind. 90 Minuten wöchentlich ausschliesslich auf dem Bike. Davon jeweils Dienstag mit der Gruppe Vollgas. Diese Umstellung brachte die gewünschten Resultate. Mein Gewicht ist unter der von mir gesetzten Grenze, HURRAAAAAAAA. Ihr dürft jetzt auch einen Freudenschrei zum besten geben. Freut euch mit mir. JEZTZ. Ich bin zufrieden, die traditionelle Heidilandtour war in jeder Hinsicht ein Erfolg. Endlich haben das Spectral und ich zueinander gefunden. Noch vertrauen wir uns nicht blind, aber wir sind auf dem guten Weg dazu. Einige Aha-Erlebnisse haben das seine dazu beigetragen. Eigentlich gilt für mich seit bald einem Jahr die Null Risiko Fahrweise. Ich darf schlichtweg keinen Sturz riskieren, das könnte böse folgen haben.. Die Kostprobe habe ich bereits erhalten. Wegen einer kleinen Schramme musste ich die Hausrunde abbrechen. Nicht schön. Wenn man(n) richtig im Fluss ist (also im Flow für die Liebhaber von Anglizismen) meldet sich dann die Stimme aus dem OFF und erinnert dich daran dass du A) nicht stürzen sollst und B) falls du trotzdem stürzt du hier alleine am Arsch der Welt bist und eine Befreiung aus der misslichen Notlage durchaus kompliziert sein könnte. Dies löst unweigerlich eine Reaktion des linken Zeigefinger aus… Hingegen lässt sich hin und wieder auch die Stimme aus dem OFF begeistern und so flitzte ich in diversen Gelegenheiten ohne störende Einflüsse durch die Trails. Aha. So geht’s auch. Ohne Sturz. Mit Grip. Sorry, wir sagten ja keine Verenglisierung. Also Bodenhaftung… Somit konnte ich schrittweise die Grenze mit dem Spectral ausloten. Nun freue ich mich auf die nächste Etappe die demnächst ansteht. Ich werde berichten, stay tuned. Ächz, natürlich wollte ich sagen bleib am Sender J

Donnerstag, 9. April 2015

Fummelei

Mit der Umstellung auf Sommerzeit kam auch die Sintflut. Dementsprechend sieht es auch im Wald aus. Umgeknickte Bäume, versperrte Wege / Trails, alles nass und matschig. Zwangspause… Seit gestern bin ich wieder im Sattel und ärgere mich masslos. Ich krieg einfach kein gescheites Setup mit dem neuen Bike hin. Was auch immer ich verändere hat eine unerwünschte Wechselwirkung. Seit gestern habe ich nun Knieschmerzen links. Ausgerechnet links, mein „starkes" Knie welches bis dato noch nie Probleme bereitete. Und das nach 90 Minuten im Sattel. Heute werde ich nochmals über die Bücher gehen und ein paar wenige geplante Einstellungen ändern. Mal schauen ob es klappt…

Mittwoch, 11. März 2015

Ready steady GOOOOOO

Los, trampeln! Gestern fiel der Startschuss für die Bikesaison 2015. Etwas spät? Ja ihr seit eben alles harte Kerle die bei jedem Wetter auf dem Bike sitzen. Dieser Applaus ist nur für euch. „Klatsch“ Zufrieden? Na das hoffe ich doch… Meine Wenigkeit hat den Winterschlaf hinter sich gelassen und stösst nun auch zur Gilde hinzu. Das neue Bike will ja eingefahren werden. Nun, ich bin nicht restlos zufrieden. Sattel, Griffe und Pedale wurden neue montiert. Fahrwerk einstellen, dies einstellen, jenes auch noch aber irgendwie stimmt einfach etwas nicht. Der Vorbau ist mir nicht sympathisch. Der wird wohl oder übel einem etwas längerem weichen müssen. Um das ganze Setup zu testen und einzustellen habe ich meine „alten“ Hometrails gewählt. Bevor ich „ennet am Berg“ umzog war ich noch oft in der Region ETH Zürich, Grünwald und Hönggerberg unterwegs. Dort hat es keine Trails? Denkste… Hat spass gemacht das alte Revier zu befahren J

Dienstag, 24. Februar 2015

Finaaaaaale, ohooooo, Finale ohohohooooooooo


Nein, ich besuche kein Finalspiel. Es steht auch keine von mir unterstützte Mannschaft in irgend einem Finale.
Der Grund meines Jubels ist vielmehr die Buchung eines Bikekurztrips in Finale Ligure. Die Freude kommt daher, weil ich ein Wiederholungstäter bin und die Gegend schon ein wenig kenne.

Wie das? Letztes Jahr habe ich ende April eine Woche Ferien bezogen. Ich wollte eigentlich in der Gegend biken. Petrus hatte was dagegen und schickte die Kavallerie mit Wasserwerfer. Nicht schön.

Kurzerhand beschloss ich, das Weite zu suchen. Bloss wohin? Das Wetterradar sagte: Tessin regen. Engadin regen. Österreich regen. Elsass regen. Ääääh ja. Hat es denn irgendwo ein trockene Plätzchen ohne dass man eine halbe Weltreise unternehmen muss? Ja, an der ligurischen Küste. Kenn ich aber nicht… Moment. Irgendjemand hat mal darüber berichtet. Wer war das bloss… Ha! Hier hab ich das gelesen http://blog.spoony.ch/2013/04/28/finale-ligure-hintergrundinformationen/ Super, da gehe ich hin. Hab ich mich bei Spoony eigentlich bedankt für die Tipps? Glaube nicht… Darum hohlen wir das doch gleich nach.

Daaaaaaaaanke! 

Bikehotel gebucht –das von Spoony empfohlene war leider nicht verfügbar- und weg. Gleich zu Beginn eine unliebsame Überraschung. Das vermeintliche Bikehotel war bis zu Saisonbeginn ein Kinderhotel. Ui nei, geht gar nicht. Die Dame am Empfang merkte schnell dass dies nichts wird und gab mir ein paar Adressen als alternative. Also los, suchen. Aber nix war’s, keines der Hotel gefiel mir. Nach 2 Stunden Suche war ich ziemlich genervt. In Finale Ligure fand ich einfach nichts gescheites. Der Zufall wollte dass ich eine Gemeinde nebenan, in Borgio Verezzi, ein kleines  B&B fand. Der erste Kontakt war zwar alles andere als vielversprechend, doch es kam alles Gut. Der Anfangsfrust war rasch verflogen. Nach dem Zimmerbezug ging es gleich los auf Erkundungstour. Hammer, da kommt Freude auf. Den Rest des Urlaubes war einfach nur toll. Biken bis zum abwinken und relaxen am Meer. Ja das gefiel mir und darum war es eigentlich klar das ich hierher wiederkommen werde. Und was gibt es schöneres als bei schlechten Wetter schöne Sachen zu planen? Nur noch die Vorfreude. Und darum singen wir: Finaaaaaale, ohooooo, Finale ohohohooooooooo