Donnerstag, 23. Februar 2017

Be a hero

Neeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeein!

Keine Alpenüberquerung dieses Jahr L Was sich abzeichnete wurde mit der Vorstellung des Jahresprogrammes bestätigt. Ich buche seit Jahren meine Reisli bei Yoyobike. Nur bei Yoyobike. Zum Opfer der Terminplankürzungen fielen die Alpenüberquerungen in der CH. Die einzig verbliebene ist ein Firmenevent.

GOPFERT*****SIECHNOMAAAAAAAAAAAAL.

Somit bleibt eigentlich nur der Klassiker Heidiland und das Lumnez. Jänu…
Dann buche ich halt meine Alpenüberquerung bei einem anderen Anbieter, was soll‘s… Bloss, welcher darf es denn sein? Jemand aus der Schweiz? Vielleicht aus Deutschland? Oder oder oder oder oder… Anbieter, seriöse und weniger seriöse, hat es wie Sand am Meer. Und meine Gedanken schweifen unweigerlich an ein Ereignis aus der Slowenien-Tour: Mittagspause in einer sagen wir mal „Beiz" auf der italienischen Seite. Nach langem warten kommen endlich die Spaghetti. Frisch gestärkt geniessen wir il caffè uns sehen wie eine Gruppe Alpenüberquerer auf die Beiz zusteuert. Die fitten zuerst, die weniger fitten später und die hoffnungslos verzweifelten nach einer Weile. Es müssen so gegen 15 Leute gewesen sein, vielleicht auch mehr. Der Guide gesellte sich schnell zu uns und wollte Informationen abluchsen während die meisten der anderen Teilnehmer eine entspannte Rückenlage einnahmen und alle 4 vor sich streckten. Die waren so platt wie eine durch die Lasagne-Maschine durchgwewaltze Seezunge J Kein Wunder. Die hatten keinen Gepäcktransport und schleppten alles mit sich. Zudem war 70% der Truppe nicht auf so eine Überquerung vorbereitet. Manchmal denke ich wieviel von denen tatsächlich ankamen. Wahrscheinlich steht heute noch einer am Wegesrand und kotzt sich die Seele aus dem Leib… Aber zurück zu mein Dilemma. Wer erhält den Zuschlag? Ich habe mich auf 2 Anbieter fokussiert und nehme deren Angebote unter der Lupe. Tönt ja alles gut und recht, aber ein Restzweifel bleibt. Dann der Entscheid. Keine Alpenüberquerung. Ich will nicht, ich kann nicht, ich trau mich nicht mit einem anderen Anbieter so was zu machen, Ende. Es muss was andere her, denn 2 Kurzweekends reichen mir nicht aus. Bloss was? Irgendwas spannendes. Irgendwas episches. Irgendwas wo ich später sagen kann: Läckbobby, das war aber Hammerpallonegeil. Nun ja, die Suche beginnt. Irgendwann mal Mitte Januar stiess ich beim rumstöbern einer Seite auf ein Radrenner der 70er Jahre. Schönes Ding. Da stand noch was. „Approved XXXXXX Bicycle" Ja ich erinnere mich. War schon mal auf dieser Seite und es hat mich fasziniert. War aber terminlich nicht machbar. Und überhaupt, nichts für mich und nicht mein Terrain. Aber im 2017? Warum nicht? Was spricht dagegen? Nach langem grübeln habe ich folgender Kompromiss gefasst. Budget Alpenüberquerung = Budget neues Projekt. Und dieses Projekt heisst, wie der Posttitel schon erahnen lässt…

L’EROICA 2017

Ja, das ist es. Terminlich immer noch schlecht aber ich wähle die Alternative, l’Eroica primavera. Zuerst muss natürlich die Hardware stehen. Und schwupp, hier ist mein neues altes Baby. Ein Pavarin aus den 70er. Ich mochte das Ding auf Anhieb. Hat auch einen Grund. Jeder Radsportbegeisterte kennt ein bestimmtes Foto aus der Tour 1952. Das ging um die Welt. Die „Coppisti" sagen das Coppi die Flasche an Bartali reichte, die „Bartalisti" genau umgekehrt. Die Klugscheisser sagen dieses Foto ist gestellt. Was auch immer. Man beachte aber den Hintergrund. Dort steht ein Mann aufrecht im Teamwagen. Das ist Umberto Marnati, seinerzeit Mechaniker von Fausto Coppi. Und genau dieser Marnati war nach seiner Lehrzeit als Mechaniker Rahmenbauer bei Namhaften Marken wie Legnano, Bianchi und in den 70er eben auch Pavarin bevor er sich Selbstständig machte. Sauglatt J Also, planen wir mal voraus. Materialfrage geklärt und erledigt. Einschreibegebühr bezahlt und somit ist die Sache fix und definitiv. Als nächstes muss die Unterkunft gebucht werden und dann folgt schon die Trainingsplanung, Dieses Jahr muss ich nicht erst im August topfit sein neeeeeeein, sondern bereits im Mai. Was mich am meisten beunruhigt ist die Tatsache das ich Schotteraufstiege mit einer 42er Kurbel zu bewältigen habe… Na dann planen wir das Training um. Ich muss mich nun um mein Hüftgold kümmern… Und Föteli vom neuen Baby gibt es demnächst.

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Burn baby burn

Wie geht’s eigentlich meinen Bikes? Diese Frage stellte ich mir gestern während ich an der Klimmzugmaschine meinen wertvollen Schweiss durch die Poren jagte. Keine Ahnung! Ich war seit Oktober nicht mehr im Keller. Haben die Grand Old Lady und das Miststück schon Spinnweben? Ich schau heute mal vorbei…

Neues gibt es dafür vom Liseli. Abgelöst durch ein neues Alltagsgefährt verbrachte es praktisch das ganze Jahr im Keller. Seit anfangs November steht es nun in der Wohnung. Auf der Rolle. Jawohl, ich trainiere wieder auf der Rolle. Und zwar regelmässig. Macht keinen Spass aber was sein muss muss sein, endeamenausdiemaus. Neu ist auch das Gym. Hier versuche ich 3x wöchentlich mein Ganzkörpertraining sowie Cardio-Einheiten zu absolvieren. Ich bin recht zufrieden. Staff nett, freundlich und kompetent, Benützer mehrheitlich „normal" und angenehm. Zudem hat das Gym eine Sauna. Optimal! Es hat auch Kurse im Angebot, unter anderem auch Spinning. So weit motivieren konnte ich mich aber noch nicht. Nächstes Jahr vielleicht. Hier habe ich auch ein Laktatstufentest absolviert. Ich habe mal einen Selbsttest mit Brustgurt durchgeführt und das Ding hat nach einer Stunde Futsal satte 200 HFMax angezeigt. Das war vor gut 5 Jahren. Nun wollte ich es doch genauer wissen und hab diesen Mördertest im Gym absolviert. Die Resultate sind spannend und aufschlussreich. Mein Training richte ich nun nach den Laktatwerten aus und in 4 Monaten wiederhole ich den Test. Bin gespannt…

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Und es ist Herbst...


Rock’n’roll, da bin ich wieder! Pünktlich zum Saisonabschluss bin ich wieder in Schreiblaune.
 
Wollen wir doch mal versuchen, den Bike-Sommer kunstvoll literarisch zu umschreiben. Einige Wörter die mir in den Sinn kommen sind folgende:
 
Feststellbremse
Intervalltraining
Setup
Knieschmerzen
Fimberpass
Abflug
Miststück
 
Aber schön der Reihe nach… Vor dem letzten Vorbereitungsweekend fühlte ich mich fit. Richtig fit. Sooo fit dass ich am 2. Tag mit angezogener Feststellbremse den Berg hochkurbelte. Nun ja. Lektion 1 gelernt. Wechsle nie die Bremsbeläge während einer Tour aus. Schon gar nicht wenn du eine dämliche AVID als Bremse am Bike hast. Der Fachliteratur nach ist mein Modell das Nonplusultra und superguet. Ich hatte nur Ärger… Und wie gesagt, wenn man die Beläge wechseln muss und noch dazu nicht auf Meeresniveau ist, Proschtnägeli. Die Kolben wollten und wollten einfach nicht in die Ausgangsposition zurück. Nach mehreren Versuchen von mehreren Personen habe ich entnervt aufgegeben und beschlossen so zu fahren. Schleifen ja nur „leicht“. Wie es so ist startete die Tour gleich mit einem knackigen Aufstieg. Und je mehr Höhenmeter wir sammelten um so schlimmer wurde das mit der Bremse. Trotzdem konnte ich mit der vorderen Gruppe mithalten. Brauchte zwar am Gipfel ein Sauerstoffzelt und diverse Wiederbelebungsmassnahmen aber hallo? Flotte Siech… Das nennt sich wohl Intervalltraining ad absurdum. Hab übrigens keine AVID mehr…
 
Während dieser Tour stellte ich fest, das ich mit dem Miststück (ich greife ein Wort vor, später mehr…) einfach nicht zufrieden bin. Ich fühle mich auf dem Spectral nicht wohl, punkt. Also habe ich beschlossen das Setup erneut zu ändern. Unter anderem musste ein neuer Lenker her, mit höheren Rise Bar. Grandiose Idee. Ich fuhr also mit dem neuen Setup ein paar Hausrunden und war zufrieden. Lektion 2 gelernt. Gehe nie, unter keinen Umständen, mit nicht erprobtem Setup auf einer Alpenüberquerung…
 
Nun stand das Saisonhighlight an. Wie schon im vorherigen Post erwähnt, war es keine Kaffeefahrt. Ich war müde, obwohl ich eine ganze Woche Regeneration vor dem Start eingeschoben habe. Die letzten Trainingswochen waren nicht optimal geplant. Ich kam zwar nicht in ein gefürchtetes Übertraining, war aber nahe dran. Das wir die erste Etappe wegen Regen umfahren mussten und nur 1000 Höhenmeter absolviert haben kam mir gerade recht. Da meldete sich auch schon das Knie. Autsch. Wird jetzt wohl nicht so schlimm sein. Oder? Ein bizzeli sälbele und einschmieren und dann geht’s wieder von alleine. Haha… Höchster Punkt der zweiten Etappe war die Heilbronner Hütte auf 2320 M.ü.M. Das Knie erholte sich nicht und somit hiess es: Fühl dich wohl mit Paracetamol. Nach nicht mal der Hälfte der Tour hatte ich die Tagesdosis geschluckt, Besserung nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil. Da der Tritt nicht rund war schmerzte nun auch das gesunde Knie. Abends habe ich mit gewundert warum mein Knie so schlapp macht. Müsste doch alles wunderbar sein. Bike geprüft, wieder am Setup gebastelt. Das der Lenker möglicherweise eine Mitschuld trägt kam mir später –sehr viel später- in Sinn…Der 3. Tag war auf dem Papier genauso streng wie der 2. Auf zur Heidelberger Hütte und dann 1. Stunde schieben bis zum Fimberpass. Wie ich das geschafft habe? Keine Ahnung. Ich könnte nun sagen das es wohl an meiner überdimensionierten mentale Stärke liegt. Tönt guet. Jaja, wird so sein J. Der Fimberpass war mein Highlight und absolut der Hammer des Hammers aller Hämmer. Der Trail hinunter war erste Sahne und ich unglaublich zufrieden weil ich diesen praktisch durchgefahren bin.



Das Ende der Tour nahte, ich war froh dass das Ziel bald erreicht sein würde. Lektion 3 gelernt. Sei immer bei der Sache… Wir bogen in ein Waldweg ein der zu einem einfach zu fahrenden Trail mündete. Gedanklich wohl irgendwie nicht bei der Sache freute ich mich auf alles. Der schöne Trail, das Bierchen nach Tourschluss und die Erholung. Und im nächsten Moment sitze ich auf dem Trail, aber nicht auf dem Bike… Und dazu noch in der entgegen gesetzten Fahrtrichtung. Hä?? Und warum tupft mich Christian am Auge ab? Äh und warum bitteschön hat sich eine Traube der Teilnehmer um mich gebildet und wo ist mein Bike und warum fahre ich nicht und überhaupt und sonst. „Du bist gestürzt“ Wer, ich? Na komm, keine Witze. Immerhin bin ich ohne Probleme vom Fimberpass runtergefahren. Und auf dem jetzt gefahrenen Trail kann man nicht stürzen, unmöglich. Anscheinend doch. Meinem Hintermann nach habe eine Senke übersehen. Da ich nicht im Sattel war mit Druck auf dem Vorderrad hat es das regelrecht weggeschmiert und mich über den Lenker geworfen. Mir fehlen gute 30 Sekunden und ich kann mich nicht erinnern was vor und unmittelbar nach dem Sturz war. Faszinierend. Schmerzen hatte ich auch keine, ausser am… Knie. Wo denn sonst? Natürlich bin ich auf das ohnehin schon lädierte Knie gefallen. Sonst hab ich nur eine Platzwunde oberhalb des Auges abgekommen und ein paar Prellungen. Das hiess für mich ab ins Spital, nähen und einen Tag zur Überwachung dort bleiben. Ein schöner Moment. Während die Gruppe weiter nach Livigno zog blieb mir nichts anders übrig als die Nacht im Spital zu verbringen. Erholsam war diese nicht, weil zur vollen Stunde immer eine kurze Kontrolle stattfand ob auch alles ok ist. Das nächste Problem war an sich nicht die Folgen vom Sturz, sondern das veritable Veilchen das sich um das Auge gebildet hat. Wie soll ich das bloss plausibel erklären? Nachdem ich zur Gruppe wieder hinzugestossen bin haben wir im Pakt von Vrin beschlossen das wir stillschweigend die Ereignisse ignorieren. Fantasievoll haben wir auch schon Alternativszenarien kreiert um mein Veilchen zu erklären. Dummerweise habe ich mich bereits nach kurzer Zeit selber verraten und musste zu Hause gestehen was passiert war. Standpauke folgte auf den Fuss. Während dieser wurde mein Spectral umgetauft und heisst ab da Miststück. Ein wenig schmeichelhafter Spitzname und hoffentlich nicht Synonym für weitere Abenteuer dieser Art…


 
Somit war mein Saisonhighlight doch sehr speziell und verlief ganz anders als geplant. Schön war‘s trotzdem und ich nehme viele schöne Momente mit. Nun geht’s wieder darum den Winter zu verplanen. Das mit dem Krafttraining hat sich bewährt und ich komme wohl nicht dazu herum auch dieses Jahr eine gewisse Zeit mit dem Gewichte stemmen zu verbringen. Bin noch auf der Suche nach einem anderen Gym, beim jetzigem habe ich das Abo bereits im Sommer gekündigt weil viele Sachen einfach nicht passten. Nun habe ich ein Gym im Auge das auch Kurse anbietet. Obwohl sich jede Faser meines Körpers dagegen sträubt macht „Spinning“ doch Sinn und ich fasse es ins Auge dieses Jahr zu probieren. Au weiha…

Donnerstag, 26. Mai 2016

Frühlingserwachen

Ääääh, ja. Da bin ich mal wieder  J

Man kann nicht sagen das der Frühling uns bis dato verwöhnt hat. Kalter März, Schnee im April, Sudelwetter im Mai.

Nee, gefällt den wenigsten. Traditionellerweise fahre ich ja nicht bei solchen Bedingungen. Ich möchte ja schon, aber irgendwas hält mich immer davon ab. Sind schon irgendwie eigenartig, diese kosmischen Kräfte… Obwohl, so untätig war ich nicht. Neben den regelmässigen Besuchen in der Folterkammer hab ich auch die einte oder andere grössere Tour als Vorbereitung für das Pfingstwochenende gemeistert. Das diese erst 2 Wochen vor dem Weekend im Heidiland waren ist nur eine Randnotiz wert… Wie immer war ich mit dem Trainingspensum hinterher. Der „Endspurt“ vor dem Pfingstweekend verhinderte aber dass ich mit abgesagten Beinen dastand und (wie auch schon geschehen) der Gruppe hinterher röchelte. Das Wetter war garstig. Samstag eine Proforma Runde in voller Regenmontur. Danach ab in die Therme zum erholen. Sonntag / Montag war es dann trocken und wir konnten doch noch 2 schöne Touren geniessen. Um den Schwung gleich mitzunehmen plante ich die Woche drauf wieder eine Halbtagestour. Die bekannten Routen in der näheren Umgebung wollte ich nicht wieder abfahren und so entschied ich mich für was ganz neues. Ein Fiasko sondergleichen. Die wenigen Trails waren in einem schlechten Zustand und zum Teil verschlammt. Und als ob das nicht gereicht hätte, wäre ich beinahe von einem Wolf gefressen worden. Zu meinem Glück erwies sich der hungrige Wolf als unsicherer belgischer Schäferhund. Das Resultat war das gleiche. Spital, Tetanusimpfung, Antibiotika. Eine tolle Tour J

Ausblick: in einer Woche steht wieder ein Weekend an. Ich hoffe das Wetter ist etwas besser als auch schon. Ich muss Höhenmeter fressen um den Alpencross anfangs August sauber über die runden zu kriegen. Ich sage nur: 7 Tage, 420 Kilometer, 13‘000 Höhenmeter… Kotzbeutel einpacken J. Mein Trainingsplan hat sich insofern geändert dass ich 3 Einheiten pro Woche geplant habe. Eine knackige Intervallfahrt mit dem Panzer –meine old lady- eine Krafteinheit mit Ausdauer und eine längere Ausfahrt mit dem Spectral. Letzte Woche hat es geklappt, diese Woche bereits nicht. Aber ich hab ja noch ein bisserl Zeit… So long,


Mittwoch, 10. Februar 2016

Katabolismus


Ein  neues Wort das ich im Zusammenhang mit den Krafttraining gelernt habe. Eins von (zu) vielen.

Katabolismus beschreibt alle Vorgänge, die für den Abbau von Muskelmasse verantwortlich sind. Und das wollen wir ja nicht. Aber schön langsam der Reihe nach…   

Ich trainiere mehr oder minder freiwillig den Winter durch im Gym. Da mir dies ja bekanntlich höchst zuwider ist, habe ich nach einer Lösung gesucht die die in Gym verschwendete Zeit auf ein erträgliches Minimum reduziert. Ich habe mich von der Werbung blenden lassen und ein Studio ausgesucht welches das Zirkeltraining eines Herrn Milon im Angebot hat. Seine fantastische Erkenntnis von exzentrischer und erhöhter konzentrischer Belastung kommen meinem egozentrischem ICH doch sehr entgegen. Alles weitere hier, den dies zu erklären lässt meine Schreiblaune im nu verschwinden:


Nun gut, ich quäle mich also mit dieser Trainingsart und ergänze sie mit 3-4 zusätzlichen Übungen an den klassischen Foltergeräte. Von Natur aus neugierig, wollte ich natürlich wissen wie man die Foltermaschinen auch optimal nützt. So Milonmässig eben. Instruiert wurde ich mit der Standard-Aussage: 2 Durchgänge à 15 Wiederholungen. Aber macht das auch Sinn? Wenn Herr Milon 2 Durchgänge am Zirkel mit je einer Minute Belastungszeit bis zur Muskelerschöpfung propagiert dann müsste das doch plusminus auch für die konventionellen Apparate gelten? Mal recherchieren… Schlechte Idee, denn Theorien dazu gibt es nicht wie Sand am Meer, sondern wie Staub im Kosmos. Lustige, weniger lustige, dumme, lachkrampfauslösende, unverständliche etc etc. Also so komme ich nicht weiter. Was machen denn die anderen im Studio? Nee, um Himmels Willen. Das kann nicht gesund sein. Ok, beschränken wir doch mal die Suche im allmächtigem Netz auf Seiten aus der Schweiz. Mhm. Überschaubar. Nach gründlicher und gewissenhafter Recherche bin ich zu folgender glorreichen Erkenntnis gelangt: 

Ein effektives Ganzkörpertraining geht maximal 45 Minuten. Es sei denn Du gehörst zu der Spezis an, die nach jeder Übung am Handy fummelst und dann noch ein Selfie vor dem Spiegel machst und gleich postest. Dann musst Du gut und gerne mit 3 Stunden Aufenthalt im Studio rechnen. 

3x in der Woche ist für uns Durchschnittsmuskelprotze mehr als genug. Ausser Du hast keine Familie, Freunde, sonstige reale soziale Netzwerke. Dann kannst Du auch gleich in der Garderobe übernachten. 

Der Muskel wird maximal 120 Sekunden belastet. Wie das geschieht ist piepeschnuzzegal. Am besten nie 2x hintereinander gleich machen, um den Köper nicht daran zu gewöhnen. Somit könnte ich theoretisch 1 Klimmzug in 2 Minuten machen oder auch 20. Du musst an dieser Stelle nicht schmunzeln. Ich schaffe 20 Klimmzüge. Im nächsten Leben J  

Der Grundsatz „viel Belastung wenig Wiederholungen“ für Kraft- und Muskelaufbau und „wenig Belastung viel Wiederholungen“ für Kraftausdauer scheint zu stimmen. 

Somit trainiere ich nach diesen Erkenntnissen und überlebe die Zeit im Gym mehr oder weniger schadlos. Da das Wort „Effizienz“ in unserem Zeitalter nicht mehr wegzudenken ist, wollte ich natürlich auch wissen ob ich irgendwie schummeln kann um schnellere Resultate zu erzielen. Oh weh, wieder eine schlechte Idee… Hab ich vorher irgend einen Satz mit „Staub im Kosmos“ geschrieben? Multipliziere diese Aussage mit dem unermesslichen und Du hast die Theorien zu den Nahrungsmittelergänzungen. Nun ja, ich gestehe dass das Wort Katabolismus mich fasziniert hat und ich mich in der Materie mal eingelesen habe. Ob die Theorie stimmt oder es alles schwarze Magie ist, weiss ich nicht. Aber es hilft den Firmen die dieses Zeugs verkaufen enorm um eine spezielle Proteinart zu verkaufen, das Casein. Und ja, ich hab mir so eine Dose gekauft. Ich wollte 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen. Mahlzeitenersatz und die fantastische Wirkung des Casein über Nacht zu Nutze machen. Die Konklusion des ganzen? Mein Vokabular hat mächtig zugenommen, unter anderem eben auch mit dem fabulösem Wort Katabolismus. Schon allein die Phonetik klingt verführerisch. Abgenommen hat jedoch der Bestand in der Geldbörse. Billig ist dieses Zeugs nicht…

Mittwoch, 20. Januar 2016

Brrrrrrrrrrrr...


Happy new year!

Und, by the way: Kaaaaaaaaalt! Läck! Arschkalt!

Wo ist der schöne Winter hin? Ich war doch noch eben am Trailsufen bei angenehmen Temperaturen. Und heute morgen hole ich mir fast einen Chuenagel. Pfui… Es ist definitiv Kappenwetter angesagt. Morgens wenn ich zur gewohnten Zeit Richtung Arbeit pedaliere sind es gefühlte -72°. Meine Schmerzgrenze liegt bei...-5° Darunter, oder bei Eis und Regen, nehme ich widerwillig den Bus. Die Fahrt dauert zwar nur 12 Minuten, die sind aber die furchtbarsten Minuten des Tages. In einem Bus eingepfercht zu sein, wo 50 Personen auf wenige Quadratmeter Trilliarden von Keime auspusten ist ein Graus. Ganz zu schweigen von der allmorgendlichen Unterhaltung. Es ist immer wieder erstaunlich, was Personen sich am Folgetag zu sagen haben. Ich meine hallo? Ihr wart allerhöchstens 24 Stunden von der letzten gemeinsamen Busfahrt getrennt und ihr labert als gäbe es kein Morgen mehr? Unverständlich. Darum ziehe ich es vor, so lange wie möglich mit dem Liseli zur Arbeit zu gehen. Und wenn’s wirklich nicht möglich ist, dann halt eben Busfahren. Aber nur mit Kopfhörer und harter Rockmusik bewaffnet… A propos Liseli. Nach Jahren treuen Dienstes durfte Liseli in Pension gehen. Liseli ist übrigens das orange Ding das auf den ersten Posts dieses schlecht gepflegten Blog erwähnt wird. Ein Dasein im Keller beim zählen der Kieselsteine blieb ihr erspart. Mit dem Nachfolger bin ich soweit zufrieden, und so strample ich auch weiterhin zur Arbeit.

Aber nun zu den News:

  •  Programm 2016 steht (später mehr)
  •  Training schreitet voran (und wie)
  •  Bikes sind bereit (im Keller)

Ehm ja, das war es schon...  Auch dieses Jahr werde ich versuchen, ein bisserl mehr zu schreiben, ein bisserl weniger zu essen und ein bisserl mehr zu biken. In diesem Sinne,
Ride on and rock’n’roll!

Donnerstag, 18. Juni 2015

Kurztrip



Mal im Ernst, was gibt es besseres / schöneres als einen Kurztrip am Meer zu verbringen? Na klar, Meer UND biken. Der belesene Besucher dieser Seite wird gleich verstanden haben was ich hier zu berichten kund tue. Richtig, aus der Vorfreude ist Freude geworden und ich war in Finale Ligure.



Man kann über diesen MTB Spot sagen was man will. Kommerziell ausgebeutet? Mag sein. Lausige Beschilderung? Gehört dazu. Touristenfallen und schlechtes essen? Tja, ich weiss halt eben wo das nicht der Fall ist.



Wir waren 4 volle Tage vor Ort und ich kann die Vorurteile beim besten Willen nicht bestätigen. Lag vielleicht daran dass die Wetteraussichten nicht die besten waren und ich somit ein paar wenigen Biker begegnet bin, oder auch dass wir unter der Woche anwesend waren. Auf jeden Fall heisst es für mich so wie es Paulchen am Ende seiner Sendung zu pflegen sagte. Heute ist nicht alle Tage, ich komm wieder keine Frage.



Unsere Basis hatten wir im Lido Resort. Empfehlenswert. Gegessen haben wir im GNABBRI hinter der Kirche, in der antica societa‘ in Borgio Verezzi und in einem eher nüchtern eingerichtetem Lokal an der via del santuario Ecke via delle mimose. Jedes Lokal super. Ich habe mich ausschliesslich von frischem Fisch ernährt. Wolfsbarsch, Polpo und Schwertfisch. Richtig gesund :-) Einen Tag haben wir in einem Einkaufszentrum verbracht und uns der Kaufwut richtig ausgeliefert. War eh schlechtes Wetter und somit war ich nicht abgeneigt, den Tag gemütlich ohne lästige Witterungseinflüsse zu verbringen. Zu den Touren kann ich auch nur Gutes berichten. Die Wege werden von den Spatzen sauber gehalten (C.I.P.S.) und es hat für jeden Biker etwas dabei.


Ich bevorzuge die Trails in und um die Manie. Aber einmal, finde ich, muss man als Tourenfahrer auch den sentiero H runterdüsen. Dieser startet bei der verlassenen Natobasis beim Heli-Landeplatz, daher auch der Name. Ist ein klassischer Freeride Trail mit ein paar wenigen flowigen Passagen. Der lehmige Untergrund ist aber bei Nässe nicht so toll zu fahren… Wer den Aufstieg selber bewältigen will, dem empfehle ich die Teerstrasse zu benützen… Ich habe, da ich ja ein cooler Biber bin, die harte Variante gewählt und bin auf waldigem Untergrund hochgetrampelt. Wäre ja bei trockenen Verhältnissen kein Problem gewesen, aber wenn’s richtig schwül und feucht ist… Bläääääääh. Für die 1000 Hm am Stück habe ich gute 3 Stunden gebraucht. Was für ein Chnorz. Die Trail der Manie hingegen sind schon mehr nach meinem Gusto. Ich mag es eben wenn ich biken und dabei auf das Meer blicken kann. Als Vorbereitung für den Neuling empfehle ich diese Seite: http://www.bikehotelsfinaleligure.it Hier findest der Leser praktisch alles was er für ein gelungenes Erlebnis in Finale Ligure braucht. Himmel was für ein Satz. Eigentlich müsste ich dafür fürstlich entlöhnt werden. Ich frag doch das nächste Mal gleich bei der Gemeinde an…